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Praxis

Brauche ich das je im Leben?

Die Frage ist falsch gestellt - wie eigentlich immer bei solchen Fragen in der Schule. Und leider haben auch die Lehrer meist keine Antworten oder keine Zeit dafür.

Der Hintergrund der Frage ist, dass man es doch alles für die Praxis nicht brauche, was man da lerne. Und tatächlich ist es für dich später selten ein Problem, ob eine Funktion eine hebbare Lücke haben oder dass man den Pythagoras in drei Zeilen vektoriell beweisen kann. Den Rechenweg musst du dir auch gar nicht merken, jedenfalls nach dem Abitur nicht mehr.

Es ist fürs Leben nicht so wichtig, dass man's tut, sondern dass man's kann. Es ist wichtig, dass man lernt, dass es zunächst unsichtbare Wege geben kann, Probleme zu lösen. Und es ist wichtig, dass man lernt, dass man sie selbst suchen muss, die Wege!

Dafür muss man gelegentlich komplizierte Verfahren ersinnen. Sie werden mit Andauer der Schulzeit immer schwerer, dafür wird man angehalten, sie anfangs zu kopieren und in den höheren Klassen selber zu entwickeln.

Und wenn du dann die dabei gewonnene Kenntnis der Wege an ganz anderer Stelle anwenden wirst, wird dir nicht einmal bewusst sein, dass es Bestimmungsgleichungen von x gewesen sind, die dich auf diese Reise gebracht haben.



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